Neuraltherapie
Injektionsverfahren, das bei akuten und chronischen Beschwerden als regulierende Behandlung eingesetzt werden kann.
Die Neuraltherapie nach Huneke kann ein wirksames Verfahren mit breitem Anwendungsbereich bei akuten und chronischen Erkrankungen sein und ist prinzipiell mit jeder anderen Therapieform kombinierbar.
Der Erfolg der Behandlung hält häufig anfänglich nur wenige Stunden an, kann aber durch weitere Behandlungen verstärkt werden und zur vollständigen Heilung führen. Bei akuten Leiden erfolgt die Behandlung in der Regel in kurzen Abständen. Ist die Erkrankung chronisch, beginnt man gewöhnlich mit einem einwöchigen Behandlungszyklus, der später auf längere Intervalle ausgedehnt wird. Versagt die Behandlung, so ist auch eine weitere Behandlung des lokalen Schmerzes im „Segment“ ohne Aussicht auf Erfolg. In diesem Fall muss ein „Störfeld“ gesucht werden.
Die Neuraltherapie wird angewendet insbesondere bei:
- akuten und chronischen Schmerzzuständen
- internistischen Erkrankungen
- gynäkologischen und urologischen Erkrankungen
- Hals-Nasen-Ohren-Erkrankungen
Huneke ging von drei Lehrsätzen aus:
- Jede chronische Krankheit kann durch ein Störfeld bedingt sein.
- Jede Stelle des Körpers kann zum Störfeld werden.
- Die Injektion eines Lokalanästhetikums in das Störfeld heilt die störfeldbedingte Krankheit.
Absolute Kontraindikationen:
- Allergien gegen Lokalanästhetika
- tiefe Injektionen bei Gerinnungsstörungen (Hämophilie oder orale Antikoagulation)
Relative Kontraindikationen:
- schwere psychiatrische Erkrankungen (Psychosen)
- schwere Neurosen
- bösartige Erkrankungen (Malignome), außer zur temporären Schmerztherapie
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